Montag, 23. Januar 2012

Religionsfreiheit

Das Thema "Religionsfreiheit" stösst mir immer wieder sauer auf. Denn ich bin der Meinung, dass dieser Begriff falsch ausgelegt wird. Darum hier eine Richtigstellung:

In unserem Land gilt die Religionsfreiheit. Jeder darf an das glauben was er will und das auch bekennen. - Das heisst aber nicht das alle Religionen gleich berechtigt und gewichtet werden müssen.


Unser Land basiert auf dem Glauben an den Gott der Bibel und unsere Wurzeln sind in der christlichen Kultur. Für das brauchen wir uns weder zu schämen noch zu entschuldigen.


Amen.

Mittwoch, 7. September 2011

Passion

What would life be without passion? - Not worth mentioning.

Eines der grössten Übel in unseren Breitengraden und in unserer Generation ist eine generelle Gleichgültigkeit, a lack of passion, ein Desinteresse an allem, was über einen Selbst hinaus geht. Man will sich nicht festlegen, möglichst viele Türen offenhalten. Man will für nichts den Kopf hinhalten. Man will sich nicht binden. Diese Einstellung ist nicht nur lieblos, sie ist auch sinnlos und kurzsichtig.

In der Bibel steht: "Liebt also eure Mitmenschen, denn ihr wisst doch, dass es Zeit ist, aus aller Gleichgültigkeit aufzuwachen." (Römer 13, 11a)

An einer anderen Stelle heisst es, dass niemand mehr Liebe hat, als jemand, der sein Leben hingibt für einen Mitmenschen. - Doch wer gibt sein Leben für irgendetwas oder jemanden hin?! Was soll das bringen?

Es gab eine Zeit, da waren die Menschen in Europa nicht so frei wie heute. Sie wurden unterdrückt von Grossgrundbesitzern und dem herrschenden Adel oder der Kirche. - Bis sie aufstanden und es sich nicht mehr gefallen liessen. Bis sie sich zusammen taten und ihren Unterdrückern die Stirn boten. Sie waren bereit Opfer zu bringen und ihr Leben "for the greater cause" hinzugeben. Das Gleiche kann man heute in Lybien oder Aegypten beobachten. Menschen sind bereit für ihr Volk und die Idee eines freien Staates zu sterben.

Doch wir; was haben wir schon zu gewinnen? Für was sollen wir kämpfen?

Wie wäre es mit Lebensfreude?

Wie wäre es mit Treue?

Wie wäre es mit Integrität?

Wie wäre es mit Gottesfurcht?

Wie wäre es mit Barmherzigkeit?

Wie wäre es mit Grosszügigkeit?

Wir wurden geschaffen für ein Leben voller Leidenschaft.

Darum, lass dich nicht beherrschen vom Geist der Trägheit, welcher dir weiss machen will, dass es nichts mehr gibt auf dieser Welt, für das es sich zu leben und sterben lohnt!

"Überleg sorgfältig, was du tun willst, und dann lass dich davon nicht mehr abbringen! Schau weder nach rechts noch nach links, damit du nicht auf Abwege gerätst." Die Bibel (Sprüche 4, 26+27)

Donnerstag, 26. Mai 2011

Der Zweifler

Jesus hatte 12 Jünger. Ein paar stechen heraus.

Judas, der Verräter.
Johannes, der Liebling.
Petrus, der Draufgänger.

Und dann noch einer:

Thomas, der Zweifler.

Die Geschichte, welche Thomas berühmt macht, steht in der Bibel, Johannes Kapitel 20. Thomas hat aus irgendeinem Grund das Gathering verpasst, wo Jesus sich den Jüngern nach seiner Auferstehung wieder gezeigt hat. Als die anderen ihm davon erzählen, kann er nicht glauben, dass Jesus wieder leben soll. Er akzeptiert diesen Fakt erst, wenn er es mit eigenen Augen sieht: "Das glaube ich nicht! Ich glaube es erst, wenn ich seine durchbohrten Hände gesehen habe. Mit meinen Fingern will ich sie fühlen, und meine Hand will ich in die Wunde an seiner Seite legen."

Wie oft sind wir doch genau so wie Thomas. - Wir lassen uns erst dann auf Gott ein, wenn er sich mit Blitz und Donner vom Himmel meldet. Wir entscheiden uns erst zu heiraten, wenn alle anderen knackigen Männer oder heissen Chicks gestorben sind. Wir leben unseren Traum erst, wenn wir ganz sicher sind, dass auch ja nichts schief gehen kann. - Wir wollen Beweise als Grundlage für unser Handeln haben.

Wie krass ist es doch, dass Jesus sich auf Thomas einlässt. Wenig später begegnet er ihm: "Lege deinen Finger auf meine durchbohrten Hände! Gib mir deine Hand und leg sie in die Wunde an meiner Seite! Zweifle nicht länger, sondern glaube!"

Ich wünsche mir aus tiefsten Herzen, dass Gott uns solche Momente schenkt, wo wir klar und unmissverständlich wissen: THIS IS IT!
Jesus sagt zu Thomas aber auch: "Du glaubst, weil du mich gesehen hast. Wie glücklich können erst die sein, die mich nicht sehen und trotzdem glauben!"
Also was jetzt?! Können wir doch keine Beweise erwarten?

Für mich hat Glauben noch eine andere Komponente als das Festhalten an einer Behauptung. Glaube ist für mich nah bei Vertrauen. Vertrauen entspringt aus einer Beziehung der Liebe zu einem Gegenüber. Und weil Gott uns zuerst geliebt hat, wird er auch nichts unversucht lassen um unser Herz zu erreichen.
Die Bibel spricht sogar davon, dass Gott vor der Tür unseres Herzens steht und anklopft "...Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und Gemeinschaft mit ihm haben."


What will be left when I've drawn my last breath,
Besides the folks I've met and the folks who know me,
Will I discover a soul saving love,
Or just the dirt above and below me,

I'm a doubting thomas,
I took a promise,
But I do not feel safe,
Oh me of little faith,

Sometimes I pray for a slap in the face,
Then I beg to be spared 'cause I'm a coward,
If there's a master of death I'll bet he's holding his breath,
As I show the blind and tell the deaf about his power,
I'm a doubting thomas,
I can't keep my promises,
'Cause i don't know what's safe,
oh me of little faith

Can I be used to help others find truth,
When I'm scared I'll find proof that its a lie,
Can I be lead down a trail dropping bread crumbs,
That prove I'm not ready to die,

Please give me time to decipher the signs,
Please forgive me for time that I've wasted,

I'm a doubting thomas,
I'll take your promise,
Though I know nothin's safe,
Oh me of little faith

Montag, 7. März 2011

Life is a sprint

Ich liebe dieses Zitat von James Blake. "Life is a sprint!" - Das Leben ist zu kurz um auf etwas zu warten. Du weisst nicht was morgen kommt. Oder, um es mit den Worten von Jesus auszudrücken: "Sorge dich nicht um morgen. Jeder Tag hat seine eigene Last." Darum sollten wir jeden Tag zum Besten unseres Lebens erklären.

Im Film "Gatacca" gibt es eine hammer Szene. Der Film handelt in der Zukunft, wo die meisten Menschen im Reagenzglas gezeugt werden. Dank Genmanipulation gehören Krankheiten und Charakterschwächen der Vergangenheit an. Leute, welche natürlich gezeugt wurden, werden sogar als minderwertig betrachtet. - Einer dieser "natürlichen" Menschen ist Vincent. Er träumt den Traum eines Tages Astronaut zu werden. Und durch harte Arbeit und kompromisslosen Einsatz schafft er das schliesslich auch. Vincent hat einen Bruder, der eigentlich keine Schwächen haben kann, denn er ist einer dieser neuen "Supermenschen".
Die beiden Brüder können sich nicht ausstehen und hassen sich. Sie wollen einander ihre Überlegenheit demonstrieren und machen ein Wettschwimmen bei dem derjenige gewinnt, der weiter ins offene Meer hinaus schwimmen kann. Vincent gewinnt dieses Duell zur grossen Überraschung seines Bruders, der ihm ja eigentlich überlegen sein sollte.
Als Vincent von seinem Bruder Jahre später gefragt wird, wie er das geschafft habe, antwortet dieser:

"Ich habe mir keine Energie für den Rückweg aufgehoben."

Wow. I like that.

Es ist nicht so, dass wir unsere Energie sinnlos verschwenden sollen. Das Leben ist nicht nur ein Sprint, es ist gleichzeitig auch ein Marathon. Aber mir begegnen zu viele Menschen, die leben, als wollten sie die Hälfte der Energie sparen für den Rückweg! Aber es gibt keinen Rückweg.

You only live once.

"Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben."
Jesus - Die Bibel

Sonntag, 21. November 2010

Reality Show

This one goes out to all the christians and churchgoers:
Wie oft gehen wir in unsere Kirche und smilen einander an: "Hi, wie gehts?" - "Gut, und dir?" - "Danke gut." Aber innerlich verzerren wir uns nach jemandem der zuhört und mit uns mitfühlt. Jemand der sagt: "Geht mir genauso!"
Stattdessen haben wir uns entschieden die Kirche in einen Maskenball zu verwandeln. Jeder gibt nur soviel von sich preis, wie er sicher gehen kann, dass es seinem Image nicht schadet.
Es gleicht einem Sommertag am Strand: Alle Männer ziehen ihre T-Shirts aus und ziehen den Bauch ein. Alle. Denn niemand soll sehen, dass das Sixpack sich mittlerweile in ein Onepack verwandelt hat. Das ist ziemlich anstrengend. Und sobald man wieder im Auto sitzt neben der Frau..."pfffffff" endlich kann man's wieder raushängen lassen.

Ladies and gentlemen, let's get real. Wir dürfen zu Krisen, zu unseren Schwächen und Schlagseiten stehen. - Ja, Gott kann alles zum Guten wenden. Ja, wir schauen voller Zuversicht in die Zukunft. Und wir lassen uns nicht unterkriegen! Aber die Kirche sollte der Ort sein, wo wir so sein können wie wir sind.

Und für alle, die sich über den Maskenball nerven... Start with the man in the mirror. Fange an deine Maske abzulegen.
Andere werden folgen.

Samstag, 14. August 2010

Why I Do Go To Church

Warum ich zur Kirche gehe? Warum ich einen grossen Teil meines Lebens damit zubringe 'Kirche zu bauen'? Warum ich nach 14 Jahren noch immer nicht genug davon habe?


Es hat damit zu tun, wie ich Kirche sehe. Und wie ich sie nicht sehe...


Kirche ist nicht der Ort, wo ich meine Instruktionen für mein Leben abhole. Es ist der Ort, wo ich mich hinterfragen lasse und meine Motive prüfe.


Kirche ist nicht der Ort, wo ich mich unterhalten lasse. Es ist der Ort wo ich Gott leidenschaftlich anbeten kann.


Kirche ist für mich kein Ferienlager, sie ist ein Boothcamp.


Kirche ist für mich nicht eine Versammlung, sie ist meine Familie.


Kirche ist nicht wichtig. Sie ist notwendig.


Kirche ist kein Gebäude. Sie ist Menschen.


Kirche ist nicht makellos. Aber ich mache sie schöner.

Freitag, 16. Juli 2010

Entschiedenheit

Entscheidungen zu treffen ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen! Das Leben ist voll davon. Es ist das Geschenk Gottes an uns einen freien Willen zu besitzen und zu wählen.
Die Angst davor, falsche Entscheidungen zu treffen, macht manch ein Leben zur Hölle. Man tritt auf der Stelle, will sich alle Optionen offen halten und wählt doch keine einzige.

Ich liebe die Darstellung vom Mut zur Entschiedenheit, wie sie Paulo Coelho in seinem Buch "Handbuch des Kriegers des Lichts" beschreibt:

Ein Kieger des Lichts fällt Entscheidungen. Seine Seele ist frei wie die Wolken am Himmel, aber er ist seinem Traum verpflichtet. Auf seinem frei gewählten Weg muss er zu Unzeiten aufwachen, die ihm nicht gefallen, mit Menschen reden, die ihn nicht weiterbringen, und auf einiges verzichten.

Seine Freunde meinen: "Du opferst dich umsonst auf. Du bist nicht frei."

Der Krieger ist frei. Aber er weiss, dass ein offener Ofen kein Brot bäckt.